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IT-SicherheitMit Rechner

Was kostet ein Cyberangriff
ein kleines Unternehmen?

Für einen Betrieb mit 25 Mitarbeitern und fünf Tagen Stillstand rund 68.000 Euro — ohne Lösegeld. Den größten Teil macht der Stillstand aus, nicht die Technik. Rechnen Sie unten Ihre eigene Zahl aus.

Porträt von Mikail Sünger
Geschäftsführer & Technischer Lead · 24. Oktober 2026, aktualisiert am 5. November 2026 · 8 Min. Lesezeit
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TL;DR — Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • 1Kurz gesagt: Ein Cyberangriff mit mehreren Tagen Stillstand kostet ein Unternehmen mit 10–50 Mitarbeitern rund 12.000 bis 330.000 Euro, ohne Lösegeld (eigene Berechnung, Annahmen im Rechner). Typischer Fall: 25 Mitarbeiter, 5 Tage, rund 68.000 Euro.
  • 2Bitkom 2026: 45 % der Unternehmen ab 10 Beschäftigten waren in zwölf Monaten von Ransomware betroffen, jedes fünfte Opfer hat schon Lösegeld gezahlt. Cyberangriffe machen 76 % aller Schäden durch Diebstahl, Spionage und Sabotage aus.
  • 3GDV: Der durchschnittliche Cyber-Versicherungsschaden lag 2025 bei 43.186 Euro — versichert sind aber nur rund 5 % der Unternehmen.
  • 4Am meisten sparen Sie über die Ausfallzeit: getrennte, getestete Backups, Mehr-Faktor-Anmeldung, Updates, Früherkennung und ein Notfallplan.

Die wichtigsten Zahlen

≈ 68.000 €
Angriff mit 5 Tagen Stillstand bei 25 Mitarbeitern (eigene Berechnung)
45 %
der Unternehmen ab 10 Beschäftigten in 12 Monaten von Ransomware betroffen (Bitkom 2026)
43.186 €
durchschnittlicher Cyber-Versicherungsschaden 2025 (GDV)
5 %
der Unternehmen in Deutschland haben eine Cyberversicherung (GDV)

Wenn morgens alle Bildschirme eine Lösegeldforderung zeigen, denken die meisten Geschäftsführer zuerst an das Lösegeld. Die eigentliche Rechnung kommt aber woanders her: Mitarbeiter, die tagelang nicht arbeiten können, Aufträge, die liegen bleiben, ein IT-Dienstleister im Dauereinsatz und Daten, die seit der letzten Sicherung fehlen.

Wir rechnen in diesem Beitrag offen vor, wie sich diese Kosten zusammensetzen, und ordnen die bekannten Studien ein — mit Angabe, für welche Unternehmen sie gelten. Viele Zahlen, die im Netz kursieren, stammen aus Befragungen großer Firmen und passen nicht zu einem Betrieb mit 20 Leuten.

Woraus sich der Schaden zusammensetzt

  • Stillstand: Arbeitszeit, die bezahlt wird, aber nichts bringt, dazu entgangene Aufträge. Der mit Abstand größte Posten.
  • Notfall-IT: Systeme bereinigen, aus dem Backup zurückholen, jeden Rechner prüfen oder neu aufsetzen.
  • Datenverlust: Alles seit der letzten funktionierenden Sicherung muss neu erfasst werden.
  • Forensik: Wie kamen die Angreifer hinein und was haben sie mitgenommen? Ohne diese Antwort droht der nächste Angriff.
  • Datenschutz: Meldung an die Aufsicht, Information von Kunden und Beschäftigten, rechtliche Beratung.
Cyberangriff-Kostenrechner

Was würde ein Angriff Ihren Betrieb kosten?

Stellen Sie Größe, Ausfallzeit und Folgen ein. Der Rechner zeigt den Gesamtschaden und woraus er sich zusammensetzt — ohne Lösegeld, denn das sollten Sie nicht zahlen.

25
55 €

Vollkosten inkl. Sozialabgaben und Gemeinkosten. Für kleine Betriebe realistisch: 40–70 €.

5 Tage

Laut Sophos (2026) waren 55 % der Betroffenen nach höchstens einer Woche wieder vollständig arbeitsfähig, 17 % brauchten über einen Monat.

Wie stark hängt Ihr Betrieb an der IT?

Dienstleister, Handwerk, Praxis: Termine, Aufträge und Abrechnung hängen an der IT. 80 % Ausfall.

Geschätzter Gesamtschaden
68.200 €
für diesen einen Angriff, ohne Lösegeld
Stillstand
25 MA · 55 € · 5 Tage · 80 %
44.000 €
Notfall-IT & Geräte
1 Techniker à 180 €/h, 25 Geräte neu aufsetzen
10.200 €
Verlorene Daten nacharbeiten
ein Arbeitstag seit der letzten Sicherung
11.000 €
Datenschutz & Meldung
Beratung, Meldung an die Aufsicht, Info an Betroffene
3.000 €
Ohne Cyberversicherung tragen Sie den gesamten Betrag selbst. Verlorene Kunden und Imageschaden sind darin noch nicht enthalten.

Eigene Annahmen zur Orientierung · keine Gewähr für den Einzelfall

Was Studien sagen — und für wen sie gelten

Bitkom, Wirtschaftsschutz 2026 (1.003 Unternehmen ab 10 Beschäftigten, befragt im Frühjahr 2026):

  • 67 % waren sicher, weitere 29 % vermutlich von Diebstahl, Spionage oder Sabotage betroffen
  • Gesamtschaden für die deutsche Wirtschaft: 211 bis 270,8 Mrd. €, davon 76 % durch Cyberangriffe
  • Ransomware richtet weiter am häufigsten Schaden an: bei 25 % der Unternehmen (2025: 34 %)
  • 45 % waren in zwölf Monaten von einem Ransomware-Angriff betroffen, jedes fünfte betroffene Unternehmen hat schon Lösegeld gezahlt
  • Von den Zahlern überwiesen 37 % zwischen 10.000 und 100.000 €, 24 % zwischen 100.000 und 500.000 €, 10 % mehr als 500.000 €

GDV, Cyberversicherung 2025: Der durchschnittliche Versicherungsschaden lag bei 43.186 € (+5,8 %), insgesamt zahlten die Versicherer knapp 200 Mio. €. Nur rund 5 % der Unternehmen sind versichert. Die Zahl zeigt, was Versicherer erstatten — nicht den vollen Schaden einschließlich Stillstand ohne Deckung.

Sophos, State of Ransomware 2026 (2.158 IT-Verantwortliche aus 17 Ländern, befragt im ersten Quartal 2026, Organisationen mit 100 bis 5.000 Beschäftigten): Die Wiederherstellung kostete im Schnitt 1,70 Mio. US-Dollar ohne Lösegeld (2025: 1,53 Mio.), der Median lag bei 375.000 US-Dollar. 55 % waren nach höchstens einer Woche wieder vollständig arbeitsfähig, 17 % brauchten länger als einen Monat. Für Betriebe unter 100 Mitarbeitern liegen die Beträge deutlich darunter, die Dauer ist aber ein guter Anhaltspunkt.

Quellen: Bitkom, Wirtschaftsschutz 2026 · Bitkom zu Lösegeldzahlungen (09/2026) · GDV zur Cyberversicherung · Sophos State of Ransomware 2026

Ein Angriff ist ein Ausfall — nur länger

Ein normaler IT-Ausfall dauert Stunden, ein Cyberangriff Tage. Was eine einzelne Stunde Stillstand kostet, zeigt unser IT-Ausfall-Rechner. Was in den ersten Stunden nach einem Angriff zu tun ist, steht in Ransomware: Was in den ersten 24 Stunden zählt.

5 Maßnahmen

So wird aus einem Angriff kein Totalausfall

Ganz verhindern lässt sich ein Angriff nicht. Aber ob er einen Rechner trifft oder den ganzen Betrieb für eine Woche lahmlegt, entscheidet sich vorher.

  1. 01

    Backups getrennt aufbewahren und Wiederherstellung testen

    Eine Sicherung, die die Angreifer mitverschlüsseln, hilft nicht. Mindestens eine Kopie gehört vom Netz getrennt, und einmal im Quartal wird geprüft, ob sich daraus wirklich alles zurückholen lässt.

  2. 02

    Zugänge mit Mehr-Faktor-Anmeldung schützen

    Gestohlene Passwörter sind einer der häufigsten Wege hinein. MFA für E-Mail, Fernzugriff und Admin-Konten macht sie weitgehend wertlos. Alte Konten werden gelöscht.

  3. 03

    Updates zeitnah einspielen

    Bekannte Sicherheitslücken in Windows, Firewall und VPN werden aktiv ausgenutzt. Ein festes Patch-Fenster pro Woche schließt sie, bevor jemand sie findet.

  4. 04

    Angriffe früh erkennen

    Moderner Virenschutz mit Verhaltenserkennung und ein Blick auf Warnmeldungen erkennen Verschlüsselung oft in den ersten Minuten — dann sind ein paar Rechner betroffen statt der ganze Betrieb.

  5. 05

    Den Ernstfall vorher aufschreiben

    Wer entscheidet, wen ruft man an, wie erreicht man Kunden ohne E-Mail? Ein Notfallplan auf Papier verkürzt die Ausfallzeit — und die ist der größte Kostenblock im Rechner.

Was das für Ihren Betrieb heißt

Die meisten der fünf Maßnahmen kosten wenig, wenn sie einmal sauber eingerichtet sind. Laufende IT-Betreuung gibt es bei uns ab 89 Euro netto pro User und Monat; welche Leistungen enthalten sind, steht unter Managed Services. Zum Vergleich: Ein einziger Tag Stillstand kostet einen Betrieb mit 25 Mitarbeitern im Rechner oben rund 10.000 Euro. Ein Security-Audit kostet bei uns 1.500 bis 3.000 Euro netto; für die Beratung kommt die BAFA-Beratungsförderung in Frage (bis zu 50 %, höchstens 1.750 Euro), für Investitionen in IT-Sicherheit in NRW MID-Digitale Sicherheit.

Wie gut Ihr Betrieb heute aufgestellt ist, zeigt der kostenlose Security-Check auf unserer Seite IT-Sicherheit Duisburg. Wer uns als festen IT-Partner sucht, findet alles Weitere unter IT-Service Duisburg.

Häufige Fragen zu den Kosten eines Cyberangriffs

Was kostet ein Cyberangriff ein kleines Unternehmen?

Nach unserer Rechnung rund 12.000 bis 330.000 Euro für Betriebe mit 10 bis 50 Mitarbeitern, ohne Lösegeld. Ein typischer Fall mit 25 Mitarbeitern, fünf Tagen Stillstand, einem verlorenen Arbeitstag an Daten und einer Datenschutzmeldung kommt auf rund 68.000 Euro. Den größten Anteil macht fast immer der Stillstand aus, nicht die Technik.

Wie lange dauert es, bis der Betrieb nach einem Ransomware-Angriff wieder läuft?

Laut Sophos State of Ransomware 2026 (Organisationen mit 100 bis 5.000 Beschäftigten) waren 55 % der Betroffenen nach höchstens einer Woche wieder vollständig arbeitsfähig. 17 % brauchten länger als einen Monat. Entscheidend sind funktionierende, getrennt aufbewahrte Backups und ein vorbereiteter Notfallplan.

Wie viele Unternehmen zahlen Lösegeld — und wie viel?

Laut Bitkom (2026, Unternehmen ab 10 Beschäftigten) waren 45 % in den letzten zwölf Monaten von Ransomware betroffen, jedes fünfte betroffene Unternehmen hat schon einmal gezahlt. Von den Zahlern überwiesen 37 % zwischen 10.000 und 100.000 Euro, 24 % zwischen 100.000 und 500.000 Euro. Eine Zahlung garantiert weder die Entschlüsselung noch, dass die Daten nicht trotzdem veröffentlicht werden.

Zahlt eine Cyberversicherung den Schaden?

Je nach Vertrag übernimmt sie Notfall-IT, Forensik, Datenschutzkosten und Betriebsausfall, abzüglich Selbstbehalt. Laut GDV lag der durchschnittliche Versicherungsschaden 2025 bei 43.186 Euro. Versichert sind allerdings nur rund 5 % der Unternehmen in Deutschland, und Versicherer verlangen heute Grundschutz wie MFA und Backups.

Muss ich einen Cyberangriff melden?

Sind personenbezogene Daten betroffen, muss die Datenschutz-Aufsichtsbehörde nach Art. 33 DSGVO unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden informiert werden, außer es besteht voraussichtlich kein Risiko für die Betroffenen. Unternehmen, die unter NIS2 fallen, haben zusätzlich eigene Meldepflichten an das BSI. Eine Strafanzeige ist freiwillig, wird aber von Versicherern oft verlangt.

Wie senke ich die Kosten eines Angriffs am stärksten?

Indem Sie die Ausfallzeit verkürzen: getrennt aufbewahrte und getestete Backups, Mehr-Faktor-Anmeldung, zeitnahe Updates, Früherkennung und ein schriftlicher Notfallplan. Im Rechner macht jeder eingesparte Tag bei 25 Mitarbeitern und mittlerer IT-Abhängigkeit rund 10.000 Euro aus.

Wie gut wäre Ihr Betrieb vorbereitet?

In 30 Minuten prüfen wir Backups, Zugänge und Notfallplan — kostenlos und ohne Verpflichtung.