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Digitalisierung

Handwerksbetrieb digitalisieren: die ersten fünf Schritte ohne Baustelle im Büro

Digitalisierung im Handwerk fängt nicht mit einer neuen Software an, sondern mit einer Ablage, die alle finden. Fünf Schritte, acht Wochen, ein Betrieb.

So viel Digitalisierung reicht für den Anfang
5 Schritte

Ablage, Kalender, mobile Zeiterfassung, Rechnungen, Zugänge. Kein Großprojekt, kein Programm, das alles kann — und das Suchen im Büro hört auf.

Typisches Beispiel

Dienstagmorgen, der Ordner liegt im Transporter.

Ein Elektrobetrieb mit gut einem Dutzend Mitarbeitern und vier Fahrzeugen. Der Kunde ruft an und fragt nach dem Angebot von letzter Woche. Die Büroleitung sucht: im Mailpostfach des Chefs, auf dem Rechner im Vorzimmer, im Aktenordner. Gefunden wird eine Version, die zweite liegt als PDF im Transporter auf dem Tablet des Monteurs.

Niemand arbeitet hier schlecht. Es gibt nur drei Ablagen. Stundenzettel kommen freitags auf Papier, die Rechnung geht zehn Tage später raus, und wenn der Monteur krank ist, weiß das Büro nicht, welches Material auf der Baustelle verbaut wurde. Das ist kein Softwareproblem. Das ist eine fehlende Ordnung.

und keine ist die richtige
3 Ablagen
Vier Begriffe, die immer fallen

Was damit eigentlich gemeint ist.

Vier Wörter, die in jedem Gespräch über Digitalisierung fallen.

Der Unterschied

Zuruf und Zettel gegen eine Ordnung.

Papier, Zuruf, drei Ablagen
  • ✗Jeder Mitarbeiter hat seine eigene Dateiablage
  • ✗Stundenzettel kommen freitags, Rechnungen zehn Tage später
  • ✗Das Büro erfährt erst am Monatsende, was auf der Baustelle verbraucht wurde
  • ✗Fällt eine Person aus, fehlt ihr Wissen komplett
Eine Ablage, ein Kalender, ein Zugang
  • ✓Angebote, Aufträge und Fotos liegen am Auftrag, nicht bei einer Person
  • ✓Zeiten und Material werden am Tag der Arbeit erfasst
  • ✓Die Rechnung geht noch in derselben Woche raus
  • ✓Vertretung heißt: jemand anderes öffnet denselben Ordner
Die Reihenfolge

Fünf Schritte, einer nach dem anderen.

  1. 1Eine Ablage für alleAlle Dateien in eine gemeinsame Struktur, sortiert nach Kunde und Auftrag. Erst wenn jeder dieselbe Datei öffnet, lohnt sich alles Weitere.
  2. 2Termine und Aufträge an einer StelleEin Kalender für Monteure und Fahrzeuge, sichtbar für Büro und Baustelle. Keine Planung mehr auf dem Whiteboard im Flur.
  3. 3Zeiten und Material mobil erfassenDer Monteur bucht Stunden und verbautes Material am selben Tag auf dem Telefon. Das Büro rechnet ab, ohne Rückfragen.
  4. 4Rechnungen digital raus und reinAusgangsrechnungen als Datei, Eingangsrechnungen direkt ins Steuerbüro. Kein Ordner, der im Februar zum Buchhalter getragen wird.
  5. 5Zugänge absichernZweiter Faktor bei der Anmeldung, wie ihn das [BSI empfiehlt](https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Accountschutz/Zwei-Faktor-Authentisierung/zwei-faktor-authentisierung_node.html), Geräte verwaltet, ein Backup außerhalb der Cloud.
Der häufigste Fehler

Software zuerst, Ordnung später.

Viele Betriebe starten mit einer Branchensoftware, weil ein Kollege sie empfohlen hat. Dann liegen Angebote im neuen Programm, Fotos im Mailpostfach und Verträge auf dem alten Laufwerk — und das Suchen beginnt von vorn, nur teurer. Erst die Ablage, dann das Programm.

Zweiter Fehler: alles gleichzeitig. Ein Betrieb mit 15 Mitarbeitern kann einen Schritt pro zwei Wochen verkraften, nicht fünf an einem Wochenende. Und dritter Fehler: niemand ist zuständig. Benennen Sie eine Person im Betrieb, die die Ordnung hält. Was dazu an Technik gehört, zeigt unsere Seite zur Digitalisierung im Mittelstand; welche Microsoft-Lizenz dafür reicht, klärt unser Lizenzvergleich. Bei den Rechnungen drängt die Zeit: Ab 2027 oder 2028 müssen Sie Firmenkunden E-Rechnungen schicken (§ 27 Abs. 38 UStG).

Der Zeitplan

Acht Wochen, ein Schritt nach dem anderen.

Beispiel für einen Betrieb mit 10 bis 20 Mitarbeitern. Der laufende Betrieb geht weiter, nichts wird abgeschaltet.

Bestand aufnehmen: Geräte, Ablagen, Programme
Ordnerstruktur festlegen, Rechte je Gruppe
Dateien umziehen, alte Laufwerke lesend lassen
Gemeinsamen Kalender einrichten, Team schulen
Zeiterfassung mobil ausrollen, zwei Wochen testen
Rechnungswege mit dem Steuerbüro abstimmen
Zweiter Faktor, Geräteverwaltung, Backup prüfen
  • W3Alle arbeiten in der neuen Ablage
  • W8Papier bleibt im Schrank
Was es kostet

Laufende Betreuung gegen einmalige Projekte.

Rechenbeispiel für einen Betrieb mit zwölf Arbeitsplätzen, alle Preise netto. Die Betreuung läuft monatlich, die beiden Projekte zahlen Sie einmal.

1 Jahr
Betreuung für 12 Arbeitsplätze12.816 €
Neue Website, einmalig2.990 €
Security-Audit, einmalig1.500 €
3 Jahre
Betreuung für 12 Arbeitsplätze38.448 €
Neue Website, einmalig2.990 €
Security-Audit, einmalig1.500 €
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Zusammenfassung

Das Wichtigste in Kürze

  • ✓Der erste Schritt ist eine gemeinsame Ablage, nicht eine neue Branchensoftware.
  • ✓Fünf Schritte reichen: Ablage, Termine, Zeiterfassung, Rechnungen, Zugänge.
  • ✓Die Reihenfolge entscheidet — wer mit dem Programm anfängt, digitalisiert die Unordnung mit.
  • ✓Acht Wochen genügen, wenn immer nur ein Schritt gleichzeitig läuft.
  • ✓Laufende Betreuung gibt es bei uns ab 89 € netto pro User und Monat, Projekte kommen einmalig dazu.

Weiterlesen: Digitalisierung für den Mittelstand · Managed IT: was im Preis enthalten ist · E-Rechnung empfangen · Förderung für IT-Projekte: was BAFA und MID wirklich zahlen · IT-Sicherheit in der Arztpraxis: Patientendaten richtig schützen

Nächster Schritt

Wir sehen uns Ihren Betrieb an und sagen, was zuerst kommt.

In 30 Minuten klären wir, wo Ihre Dateien heute liegen und welcher der fünf Schritte bei Ihnen fehlt. Ob die Beratung über die BAFA-Beratungsförderung bezuschusst werden kann (bis zu 50 %, höchstens 1.750 €), prüfen wir mit Ihnen.

Mehr dazu: Digitalisierung für den Mittelstand

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