Datenschutz auf der Firmenwebsite: Cookie-Banner, Fonts, Formulare
Drei Stellen entscheiden, ob Ihre Firmenwebsite saubere Arbeit macht: der Cookie-Banner, nachgeladene Schriften und Ihre Formulare.
Ein Banner ohne Wirkung, Schriften von fremden Servern, Formulare ohne Hinweis. Alle drei lassen sich in wenigen Tagen abstellen — ohne neue Website.
Ein Anwaltsschreiben wegen einer Schriftart.
Ein Steuerberatungsbüro in Rheinhausen, elf Arbeitsplätze, Website vor vier Jahren von einer Agentur gebaut. Im Briefkasten liegt ein Anwaltsschreiben: Die Website lade eine Schriftart direkt vom Server eines US-Anbieters nach. Dabei gehe die IP-Adresse jedes Besuchers mit, ohne Einwilligung. Gefordert werden Schadensersatz und eine Unterlassungserklärung, Frist zwei Wochen.
Die Agentur ist nicht mehr erreichbar. Niemand im Büro weiß, was die Website im Hintergrund lädt. Am Ende waren es drei Zeilen Code, die Korrektur dauerte eine halbe Stunde. Teuer war nicht die Technik, teuer war der Anwalt.
Was hinter den Vorschriften steckt.
Tippen Sie auf eine Karte, um die Antwort zu sehen.
Zwei Banner, die gleich aussehen.
- ✗„Alles akzeptieren“ groß und farbig, „Ablehnen“ versteckt in den Einstellungen
- ✗Analyse und Karten laden schon beim Öffnen der Seite, vor jedem Klick
- ✗Häkchen sind vorausgewählt, Weiterklicken gilt als Zustimmung
- ✗Die Entscheidung lässt sich später nicht mehr ändern
- ✓Zustimmen und Ablehnen auf einer Ebene, gleich sichtbar, je ein Klick
- ✓Nichts Unnötiges lädt, solange niemand zugestimmt hat
- ✓Ein Link im Seitenfuß öffnet die Auswahl erneut, Widerruf jederzeit
- ✓Die Entscheidung wird protokolliert und ist im Zweifel belegbar
Fünf Dinge, die ungefragt Daten senden.
- ✓Schriften vom fremden ServerFast jede Schrift lässt sich mitliefern und vom eigenen Hosting ausliefern. Dann verlässt keine IP-Adresse Ihren Server.
- ✓Eingebettete KartenDie Karte lädt beim Öffnen der Seite mit. Besser: ein Bild mit Adresse, und erst ein Klick holt die echte Karte.
- ✓Videos von PortalenErst nach Zustimmung laden. Bis dahin ein Vorschaubild mit dem Hinweis, welcher Anbieter dahintersteckt.
- ✓Analyse und PixelStatistik ohne Zustimmung geht nur ohne Wiedererkennung. Alles, was Besucher über Seiten hinweg verfolgt, braucht eine Einwilligung.
- ✓Chat- und BuchungsfensterFremde Fenster bringen eigene Cookies mit. Prüfen Sie, ob so ein Fenster schon vor der Zustimmung lädt.
Kontaktformular heißt Datenverarbeitung.
Jedes Formular auf Ihrer Website erhebt personenbezogene Daten. Damit greift die Informationspflicht: Direkt am Formular gehört ein Satz dazu, wofür Sie die Angaben nutzen und wohin sie gehen, plus ein Link zur Datenschutzerklärung. Ein zusätzliches Einwilligungshäkchen ist dabei meist überflüssig — die Bearbeitung der Anfrage ist der Zweck, auf den sich die Verarbeitung stützt.
Zwei Punkte fallen im Alltag immer wieder auf. Erstens zu viele Pflichtfelder: Wer um einen Rückruf bittet, braucht keine Anschrift anzugeben. Zweitens der Weg der Anfrage. Sie gehört in ein Geschäftspostfach, etwa in Ihr Microsoft 365, nicht in ein privates Freemail-Konto. Dass die Übertragung verschlüsselt läuft, erkennen Sie am Schloss in der Adresszeile — auf jeder Unterseite.
Vier Wochen bis zur sauberen Website.
So gehen wir eine bestehende Seite durch, ohne sie neu zu bauen.
- W4Prüfbericht im Ordner abgelegt
Nachbessern ist der kleine Posten.
Unsere Preise, gerechnet auf ein und auf drei Jahre.
Sieben Punkte für Ihre Website.
Jedes Nein zeigt Ihnen, wo Sie anfangen.
Tippen Sie an, was Sie schon haben. Bleibt in Ihrem Browser gespeichert.
Eine Website, die niemand geprüft hat, ist kein Risiko für die Technik, sondern für den Briefkasten.
— Mikail Sünger, Geschäftsführer Nomad Solutions
Das Wichtigste in Kürze
- ✓Vor der Zustimmung lädt eine saubere Website nichts, was für den Betrieb nicht nötig ist.
- ✓Ablehnen muss so einfach sein wie Zustimmen: ein Klick, dieselbe Ebene.
- ✓Schriften, Karten und Videos gehören auf den eigenen Server oder hinter einen Klick.
- ✓Am Formular steht der Zweck, und die Anfrage landet in einem Geschäftspostfach.
- ✓Die Datenschutzerklärung muss die Dienste nennen, die die Seite heute nutzt — nicht die von vor vier Jahren.
Weiterlesen: Webdesign Duisburg · Was eine Website 2026 kostet
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