Windows 10 ist abgelaufen: Was Betriebe mit alten Rechnern jetzt tun
Seit Oktober 2025 gibt es keine Sicherheitsupdates mehr. Was das für Ihre Rechner heißt, welche Geräte bleiben dürfen und wie der Umstieg abläuft.
Microsoft liefert keine Sicherheitskorrekturen mehr. Jede Lücke, die ab jetzt bekannt wird, bleibt offen — auf jedem Rechner, der noch mit Windows 10 läuft.
Quelle: Microsoft
Sechs Rechner, die niemand auf dem Zettel hatte.
Ein Handelsbetrieb in Rheinhausen, 14 Arbeitsplätze. Im Büro laufen neue Geräte, das war vor zwei Jahren geregelt. Beim ersten Durchzählen kommen aber sechs weitere Rechner ans Licht: zwei im Lager an der Etikettendruckerei, einer in der Werkstatt, der alte Buchhaltungs-PC mit der Steuersoftware, ein Notebook im Außendienst und der Rechner am Empfang.
Alle sechs laufen mit Windows 10. Alle sechs hängen im selben Netz wie die neuen Geräte. Als der Versicherer nach dem Stand der Systeme fragt, fällt auf: Niemand im Betrieb kann sagen, wie alt diese Geräte sind und ob sie Windows 11 überhaupt schaffen. Genau an diesem Punkt rufen uns die meisten an.
Was hinter den Anforderungen steckt.
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Mit dem ESU-Programm bleibt ein Windows-10-PC nach Microsofts Angaben bis zum 12. Oktober 2027 mit wichtigen Sicherheitsupdates versorgt. Danach ist endgültig Schluss.
Quelle: Microsoft
Aussitzen oder umstellen.
- ✗Jede neue Sicherheitslücke bleibt dauerhaft offen
- ✗ESU kostet Geld und endet trotzdem nach zwei Jahren
- ✗Microsoft 365 Apps laufen weiter, technischen Support gibt es dafür nicht mehr
- ✗Im Schadensfall steht die Frage im Raum, warum ein System ohne Updates im Netz hing
- ✓Sicherheitsupdates ohne Zusatzkosten und ohne Ablaufdatum im Kalender
- ✓Die Schutzfunktionen bauen auf TPM 2.0 und Secure Boot auf
- ✓Ein einheitlicher Gerätestand, weniger Sonderfälle im Support
- ✓Planbar über Wochen, statt nach einem Vorfall über Nacht
In fünf Schritten aus Windows 10 heraus.
- 1InventurJeder Rechner mit Alter, Prozessor, Arbeitsspeicher und TPM-Status auf eine Liste. Auch das Gerät im Lager und das an der Maschine.
- 2Anforderungen prüfenWindows 11 verlangt unter anderem 4 GB Arbeitsspeicher, 64 GB Speicherplatz, Secure Boot und TPM 2.0. Bei vielen Geräten fehlt nur ein Häkchen im BIOS.
- 3SortierenDrei Stapel: Upgrade möglich, Aufrüsten lohnt sich, Gerät ersetzen. Erst dieser Stapel sagt Ihnen, was der Umstieg wirklich kostet.
- 4Fachsoftware klärenVor dem ersten Upgrade beim Hersteller nachfragen, ob die Branchen-, Steuer- oder Kassensoftware für Windows 11 freigegeben ist.
- 5In Wellen umstellenErst ein Testgerät im Echtbetrieb, dann eine Abteilung, dann der Rest. Altgeräte erst nach der Abnahme löschen und entsorgen.
Acht Wochen, ohne Stillstand im Büro.
So läuft der Umstieg bei 10 bis 30 Arbeitsplätzen üblicherweise ab.
- W4Freigabe durch die Geschäftsführung
- W8Letzter Windows-10-Rechner ist aus dem Netz
Zwei Posten, einer davon planbar.
Der erste Posten sind die Geräte, die wirklich ersetzt werden müssen. Wie groß er ausfällt, entscheidet die Inventur: Jeder Rechner, der ein kostenloses Upgrade bekommt, fällt aus der Rechnung heraus. Deshalb zählen wir zuerst und kaufen erst danach. ESU für ein paar Altgeräte kann eine Brücke sein, wenn eine Fachsoftware noch nicht freigegeben ist — als Dauerlösung wird sie teuer.
Der zweite Posten ist die Betreuung, und der ist planbar: In unseren Managed Services kostet ein Arbeitsplatz 69 € pro User und Monat, Updates, Überwachung und Support inklusive. Dann taucht das nächste Support-Ende nicht mehr überraschend auf, sondern steht rechtzeitig auf der Liste. Für einmalige Digitalisierungsprojekte ist eine Förderung von bis zu 50 % möglich — ob Ihr Betrieb dafür in Frage kommt, prüfen wir im Rahmen unseres IT-Service in Duisburg kostenlos mit.
Sieben Fragen vor dem Umstieg.
Jedes Nein ist eine Aufgabe für die nächsten Wochen.
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Ein Rechner ohne Updates ist kein alter Rechner. Er ist eine offene Tür.
— Mikail Sünger, Geschäftsführer Nomad Solutions
Das Wichtigste in Kürze
- ✓Seit dem 14. Oktober 2025 bekommt Windows 10 keine Sicherheitsupdates mehr.
- ✓ESU verlängert den Schutz gegen Aufpreis, nach Microsofts Angaben bis Oktober 2027.
- ✓Viele Geräte ab Baujahr 2018 schaffen Windows 11 — TPM 2.0 ist oft nur abgeschaltet.
- ✓Die Inventur entscheidet, wie teuer der Umstieg wird, nicht der Gerätekatalog.
- ✓Acht Wochen reichen für 10 bis 30 Arbeitsplätze, wenn die Fachsoftware früh geprüft wird.
Weiterlesen: IT-Service Duisburg · Managed Services · IT-Notfallplan für kleine Unternehmen
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